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Methode der empirischen Sozialforschung; Instrument zur Erhebung sozialer Wirklichkeit (U5 K.1.2 S17).

Schlussfolgert von einem manifesten Text (Merkmale eines Textes) auf einen nichtmanifesten (nicht mehr präsenten) Kontext, d. h. man kann einen Text auf seine Aussage hin analysieren. Die Inhaltsanalyse kennt drei Ziele, nämlich Rückschlüsse vom Text auf die Eigenschaften

  1. des Kommunikators,
  2. der Kommunikationssituation und
  3. des Rezipienten.

Eine Inhaltsanalyse erfolgt auf

  • syntaktischer Ebene: Analyse von Zeichen und Zeichenketten (U5 K1.3.3 S30)
  • semantischer Ebene: Analyse nach Themen, Personen, Handlungen, Wertungen
  • pragmatische Ebene: Analyse aller Arten von Wirkung

Verfahren der Inhaltsanalyse werden differenziert nach

  • Quantitativer Inhaltsanalayse: Feststellung von Häufigkeiten bestimmter Textmerkmale (U5 K1.3.3 S31)
  • Qualitativer Inhaltsanalayse: Vom Textinhalt wird auf textexterne Merkamle geschlossen.

Arten der Inhaltsanalyse (U5 K1.3.3 S31):

  • Eindimensionale ~, auch Frequenzanalyse
  • Relationale ~, zu unterscheiden in Bewertungsanalyse, Intensitätsanalyse und Kontingenzanalyse

Inhaltsanalysen erfordern ein Codierbuch (U5 K1.3.3 S32 und S34 Abb. 5), das alle Erhebungsschritte spezifiziert.

Ablaufplan einer Inhaltsanalyse (U5 K1.3.3 S32):

  • Defninition des Erkenntnisinteresses: Induktive Analyse oder Deduktive Analyse? Ziel der Untersuchung?
  • Aufstellung von Hypothesen: Ableitung von Hypothesen aus vorliegenden Theorien (bei deduktiven Untersuchungen)
  • Operationalisierung von Variablen
  • Wahl des Verfahrens: Kommunikations-, Situations- oder Rezipientenanalyse? Vorgabe erfolgt z. T. schon bei der Festlegung des Ziels
  • Entwicklung des Erhebungsinstrumentes

siehe auch: